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Presse
Das Familienunternehmen Körner in Grünhain feiert in diesem Monat sein 50-jähriges Bestehen. Einst als Polsterei gegründet, wird es heute unter der Bezeichnung Raumausstatter geführt. In unserem Handwerk hat sich in den vergangenen 15 Jahren das Tätigkeitsbild völlig geändert, erklärte die Änderung der Bezeichnung. Eberhard Körner führt seit nunmehr bereits zehn Jahren mit Ehefrau Christine das Geschäft der Eltern weiter.
Dominiert nach der Firmengründung durch Vater Manfred das Herstellen und das Aufpolstern von Sitzmöbeln, so liege der Schwerpunkt heute in der Vielseitigkeit der Aufträge, bestätigten gestern die beiden Handwerker im Gespräch mit der Freien Presse. So gehöre zum breiten Spektrum der Kundenaufträge das Anfertigen von Gardinen genauso wie das Verlegen von Bodenbelägen, das Anbringen von Jalousien und Markisen ebenso wie Reparaturen an Polstermöbeln.
Firmengründer Manfred Körner erlernte den Beruf bei einem Meister in Beierfeld. Nach bestandener Meisterprüfung 1955 übernahm er das Polstergeschäft von Fritz Neubert in Grünhain am Beierfelder Weg. Ein großes Problem zur damaligen Zeit war unter anderem immer wieder die Beschaffung von Holz und Polstermaterial, erinnert sich der Altmeister. In jenem Zeitraums führte Körner mit Lehrling und der mithelfenden Ehefrau Waltrud zahlreiche Reparaturen durch. Immer waren sie bemüht, mit dem Vorhandenen die speziellen Wünsche der Kundschaft zu erfüllen. Nach dem Umzug in das an der Schwarzenberger Straße verfüge der damals 35-jährige endlich über eien eigene Werkstatt. Bereits kurz zuvor hatte Manfred Körner mit der Kleinserienfertigung von Polstergarnituren für Möbelhäuser der DDR begonnen. Damit einher ging zugleich eine verbesserte Bereitstellung von Arbeitsmaterialien. In einem Quartal wurden bis zu zehn Garnituren produziert. Neben den Anfertigungen dieser Art hatten die Aufträge der privaten Kundschaft immer den Vorrang, blickt der Firmengründer zurück. Mit den Jahren änderte sich auch bei der Herstellung der Polstermöbel einiges. So wurden die Füllmaterialien wie Flachs, Rosshaar oder Watte durch Schaumstoffe verdrängt. Eberhard Körner stieg 1986 in das Geschäft des Vaters ein. Da er bereits viele Jahre in der Freizeit so manche Stunden in der Polsterwerkstatt mitgeholfen hatte, fiel im die Facharbeiterausbildung nicht sonderlich schwer. In den Jahren 1990/91 deutete sich für das Handwerk des Polsterers ein Umbruch an. Der Rückgang der Aufträge im Bereich Polsterei zwang zur Neuprofilierung, und so steht heute im Firmenschild eben die Bezeichnung Raumausstatter. Der 54-jährige Geschäftsinhaber verfügt über einen guten Kundenstamm, besonders in der Region, den er gemeinsam mit Ehefrau Christine betreut.
Quelle: Freie Presse
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